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Canton Reference 5k Erfahrungsbericht

soundrealist

Well-Known Member
Wie bereits im Thread mit der Stromsparerei gepostet (glaub der war von Tobias) möchte ich euch in Form einer Art Tagebuche über meinen Test mit der Reference 5k berichten, die heute nun mit 24 Stunden Verspätung bei mir eingetroffen ist.

Warum ich über mehrere Tage hinweg update? Weil fabrikneue Lautsprecher eine gewisse Einspielzeit benötigen, bis die mechanischen Bauteile (Sicken etc..) Ihre vom Hersteller vorgesehenen Eigenschaften erreichen. Auf die vielen konstruktiven Besonderheiten dieser Box möchte ich an dieser Stelle aber nicht noch einmal gesondert eingehen, die Canton Homepage und diverse Tests im Netz geben hierüber ja bereits mehr als erschlagend Auskunft :D

Mir geht es um die Dinge, die man vielleicht nicht unbedingt so ohne weiteres ohne eigenen Selbstversuch auf dem Schirm hat.

Also beginnen wir heute mit

TAG 1:

Dafür, dass die 5k aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichtes per Spedition auf einer Palette angeliefert wurde, hätten die Kartons für meinen Geschmack ruhig ein paar weniger Blessuren haben dürfen Z04 FluchtAber alles gut: Boxen unbeschädigt.

Nach dem Unboxing erst mal eine positive Überraschung für den männlichen Spieltrieb: Canton offeriert nicht nur eine (magnetische) Schutzblende pro Box, sondern gleich zwei. So lassen sich je nach persönlichem Geschmack also wahlweise entweder eine einzelne, oder aber auch alle abnehmen. Mit dem Ergebnis, dass die 5k auf diese Weise einen völlig individuellen Look erhält. Nicht wirklich existenziell, aber eine nette Idee, die ja vielleicht letztendlich das berühmte Zünglein an der Waage sein könnte, sobald es mal wieder um den berühmtberüchtigen "WAF-Faktor" geht.Z04 Dance00

Da Canton eine Empfehlung zwischen 0 und 5 Crad für das Einwinkeln in der BDA ausspricht, ist meine selbstgebastelte Einwinkelhilfe für die unmittelbare Ausrichtung auf das Ohr obsolet, denn damit würden die 5k aufgrund der Sitzplatzentfernung von ca 4 Meter selbst mit 5 Crad-Winkel fast nebeneinander vor dem Fernseher stehen Z04 Auslachen Also lieber schwups eine Pappschablone ausgeschnitten, um die Canton-Vorgabe zu erfüllen und 100%ig gleiche Abstände an den Seiten- und zur Rückwand hin zu erreichen.

Ab 20 cm zur Rückwand ist laut Canton jeder Abstand erlaubt und dank Bass-Guide im Sockel mit der 5k selbst eine Eck-nahe Aufstellung möglich.
Unser Wohnzimmer hat die allseits gefürchtete "L-Form", irgendwas zwischen 30 und 40 qm.... ob das wirklich klappt.?
Ich sag mal so: 14:10 Uhr zum ersten mal Musik darauf abgespielt, erster Eindruck.... : total überzogener Bass. Moden? Grundsätzlicher Effekt, so lang die 5k noch nicht eingespielt sind..?
Ob sich das nach der Einspiel Zeit noch legt? Sollte das nach meinen anvisierten 50 Stunden immer noch der Fal sein, hält er Bass-Guide nicht, was er verspricht. Was aber kein Problem wäre, wenn es sich um Moden handelt, denn die fischt Room Perfect im Lyngdorf raus. Und mit der Aufstellung lässt sich ja ebenfalls noch etwas experimentieren.

Aber wollen wir erst mal nicht all zu voreilig urteilen. Auch deshalb, weil es sehr vielversprechendes zu vermelden gibt: Die Abbildung der Bühne ist schon jetzt absolut überwältigend, sämtliche Instrumente superpräzise ortbar, diese bleiben auch an den Rändern konturscharf. Das alles sogar auch noch etwas außerhalb des Sweetspots. Und was man dem Bass auf jeden Fall bereits schon jetzt bescheinigen kann: knochentrocken, brachiale Macht, gewaltig, viel Punch und mit wirklich sehr viel Tiefgang. Nur halt eben (noch?) viel zu dominant.
Die in den technischen Daten versprochenen 20 Hz stehen für mein Empfinden auch ohne eigenes Messprotokoll völlig außer Frage. Meine beiden Subs dürften also tatsächlich mehr als überflüssig werden, sollten die 5k bei uns bleiben.

Mal sehen was der morgige Tag bringt....
 

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
TAG 2

Heute morgen, bevor ich aus dem Haus gegangen bin, habe ich um 7:30 über Vtuner einen Blues-Radiosender zum weiteren Einspielen eingeschaltet.

Nach Rückkehr von meinem Termin kurz nach 13:00 Uhr erste Veränderungen gegenüber gestern. Die Intensität des Basses hatte etwas abgenommen, nun aber "Nachdröhnen". Ein guter Zeitpunkt für Boxenrücken. Mein Erfahrung bzgl. Bass-Guid (bis jetzt): Zu den Seitenwänden des Raumes oder näher zur Raummitte hin verändert sich tatsächlich relativ wenig. Dafür aber um so mehr durch Veränderung des Abstandes, ähnlich wie bei einem BR-Port, der ausschließlich gegen die Rückwand strahlt, nur nicht ganz so heftig. Um so unüberhörbarer reagiert der Bass-Guide bei mir auf Einwinkeln der Boxen. Möglicherweise ist genau das der Grund, warum Canton einen maximalen Winkel von 5 Crad empfiehlt. Am wenigsten dröhnt es in meinem Wohzimmer bei einem Komplettverzicht auf Einwinkelung.
Der Bühne und der Ortungsschärfe tat dies jedoch keinerlei Abbruch, ganz im Gegenteil. Meine starke Vermutung: Auch bei Canton wurde bei der Entwicklung ebenfalls genau so abgehört und gemessen, die 5 Crad also als eine Art maximales Zugeständnis zu betrachten. Denn oberhalb dieser 5 Crad müssten die Raumecken vermutlich schon relativ weit entfernt sein, damit die Moden dann nicht überhand nehmen.

Die aktuelle Positionsveränderung ohne Einwinkeln verschaffte mir zusätzlich auch noch etwas mehr Luft beim "Rangieren" nach vorne. So konnte ich die mageren 20 cm Mindestabstand nun immerhin auf 36 cm steigern.

Was jetzt natürlich noch sein kann (bin da leider zu wenig bewandert um das fachlich einschätzen zu können): Dass sich auch beim Bass-Guide später noch mal was tut, da der Port ja an einen optimal eingespielten Tieftöner angepasst ist. Auch verspreche ich mir durch die nach 50 Spielstunden deutlich geschmeidiger gewordenen Sicken eine noch einmal verkürzte Ein- und Ausschwingzeit. Aber bald wissen wir auch diesbezüglich mehr.

Erneut sehr erfreuliches gibt es auch heute wieder vom Hoch-Mitteltonbereich zu vermelden. Eigentlich dachte ich schon gestern, dass ein solch hohes Niveau nicht zu steigern wäre. Bis 22:15 Uhr hat mich dieser selbst im nahezu noch uneingespielten Zustand in seinen Bann gezogen, bevor ich der Anlage eine Erholungsphase gönnte und abschaltet. Doch inzwischen hat sich etwas dazugesellt, was ich als eine Art seidigen Schmelz und nochmals bessere Durchhörbarkeit bezeichnen würde. Ein absoluter Hochgenuss. Noch nie habe ich einen Lautsprecher in dieser Disziplin auf höherem Niveau aufspielen gehört. Muss man einfach selbst mal erlebt haben. Bereits schon jetzt, ohne die später erfolgende, abschließende DSP- Korrektur, fehlt mir hier schlichtweg die Phantasie, was Room Perfect in dieser überhaupt noch verbessern könnte. Denke mal, das werden dann vermutlich eher all die Dinge sein, die unser L-förmiges Wohnzimmer selbst dem besten Lautsprecher aufzwingt, egal wie gut konstruiert er ist.
 
Hallo
schau mal bei YouTube https://www.youtube.com/results?search_query=canton+reference+8k, (bei den 3 Videos) ich weiß jetzt nicht genau in welchen Video von "zackigen" Bass gesprochen wurde.
Es ist gemeint, dass, wenn kein Ton mehr auf der jeweiligen Musik spielt, setzt Canton sofort aus und es ist kein "nachspielen" im Bass mehr da. Das zeichnet in diesem Fall das aus was du gerade beschreibst, mit den verkürzten Ein- und Ausschwingzeit ...Daumenhoch Smilie
 
Hallo
schau mal bei YouTube https://www.youtube.com/results?search_query=canton+reference+8k, (bei den 3 Videos) ich weiß jetzt nicht genau in welchen Video von "zackigen" Bass gesprochen wurde.
Es ist gemeint, dass, wenn kein Ton mehr auf der jeweiligen Musik spielt, setzt Canton sofort aus und es ist kein "nachspielen" im Bass mehr da. Das zeichnet in diesem Fall das aus was du gerade beschreibst, mit den verkürzten Ein- und Ausschwingzeit ...Daumenhoch Smilie
Eine wirklich sehr wichtige Aussage in diesem Video deckt sich zu 100% mit meiner ganz persönlichen Einschätzung, auch ohne die anderen Modelle im direkten Vergleich gehört zu haben: Die Frage, für welches Modell man sich entscheidet, dürfte bei der Reference K-Serie in allererster Linie eine Frage der Raumgröße und des Hörabstandes sein. Zu vergleichen mit Schuhgrößen.

Meine Orkan 8 hatte ich damals nach einem Hörtest in einem Hifistudio gekauft, wo der Raum deutlich kleiner war, sollte bis 30m2 passen. Klappte auch, mit Ausnahme der echten Tief- und Kickbässe. Denn ich hatte den Einfluss des Hörabstandes und die zusätzliche Raumfläche des abknickenden "L" gnadenlos unterschätzt. Fehlende Membranfläche im TT ist halt durch nichts zu ersetzen. So bin ich dann ja zunächst bei den zusätzlichen Subwoofern als Unterstützung gelandet, auch um diverse Auslöschungen zu verhindern. Durch das Bändchen war ich darüber hinaus aufstellungstechnisch relativ limitiert, was dann wiederum auch mit der einen oder anderen Auslöschung im Bassbereich einher ging.

Zusammen mit dem DSP funktionierte diese Sub-Kombi grundsätzlich recht gut, insbesondere in Verbindung mit dem Basmanagement des Lyngdorf. Um jedoch möglichst linear zu bleiben, gleichzeitig das DSP nicht über Gebühr eingreifen lassen zu müssen, und auch um den eigentlichen der Box nicht zu verfälschen, durfte ich bei dieser Maßnahmen andererseits natürlich auch nicht all zu hoch trennen. Bedeutet: aus dem Bereich oberhalb von 50 Hz hab ich die Subs stets rausgehalten. Und bin mit der Anschaffung des Lyngdorf, da hiermit technisch möglich, dann sogar auf 34 Hz runter gegangen. Der Bereich oberhalb von 50 Hz blieb somit aber immer noch den Orkans vorbehalten. Und denen zeigte dann der Hörabstand von über 4 Meter aufgrund der kleinen Tiefton-Cassies und dem relativ kleinen Gehäusevolumen schlichtweg die physikalischen Grenzen auf. Trotz unterstützender Druckkammer.

Bei dir mit deinem sehr kleinen Raum hingegen stellt sich die Situation hingegen genau umgekehrt dar. Alles, was über eine gewisse Boxengröße hinaus geht, dröhnt alles mit Moden zu. Da kleine Lautsprecher aber nur einen limitierten Übertragungsbereich ermöglichen, musst du am Frequenzgangende deutlich mehr "unterfüttern". Dafür hast du dann aber ab 50 Hz aufwärts deutlich weniger Probleme als ich damit, die Luftsäule "druckvoll" anzuschieben.

Wenn du den Vergleich aus deinem Video also 1:1 bei dir zuhause rekonstruieren würdest, hätte die 5k gegenüber der 8k sogar deutlich das Nachsehen. Denn die Basspotenz einer 5k bekommst du bei so wenigen Quadratmetern niemals gebändigt. Die Moden wären derart intensiv, dass du damit vermutlich sogar die digitale Reserve vom Antimode in den Grenzbereich treiben würdest, dieses dann den Signalpegel so weit runterregelt, dass du sogar spürbar Dynamik verlierst. Und mit physischen Maßnahmen bräuchtest du so viel Kubikmeter Dämmmaterial, dass dein Wohnzimmer anschließend nur noch die Größe einer Abstellkammer hätte.Z04 Flucht Denn Bässe sind extrem langweilig.
 
Wenn ich das richtig recherchiert habe haben die 5k und die 8k die selben HT. Und haben alle in der K Serie die HT verbaut?
 
TAG 3

Gestern Abend habe ich noch einmal ein wenig " rangiert". Wie ihr auf dem aktuellen Bild sehen könnt, ist es mir gelungen, noch mal etwas Platz rauszuschlagen. Den Fernseher habe ich aufgrund einer sehr extremen, aber nur bei einzelnen Liedern punktuell auftretenden, dafür um so heftigeren Raummode ganz nach hinten Richtung Wand geschoben, was etwas Linderung brachte. Offensichtlich war diese schon immer vorhanden, aber die "brachiale Urgewalt" der 5k (noch ohne DSP-Unterstützung) verstärkt sie nun natürlich massiv. Ich vertraue jetzt einfach mal darauf, dass Room Perfect sie später noch glatt bügelt. Und die Einspielzeit ist ja ebenfalls noch nicht zu Ende.

Heute habe ich den ganzen Tag frei und somit viel Zeit zum Testhören. Musik läuft seit 8:30 Uhr, die anvisierten 50 Betriebsstunden ziehen sich..... Geduld ist gefragt.
Die Veränderungen im Bassbereich werden immer kleiner, beim MT und HT habe ich schon fast das Gefühl, dass der Optimalzustand erreicht ist. Aber das dachte ich ja bereits schon an Tag1. Kein Wunder.... bei einem Niveau, das jedesmal schon für sich allein abgehört, Maßstäbe setzt.
Sehr positiv auch anzumerken, wie geschlossen als souveräne Einheit die 5k aufspielt. Alle Frequenzbereiche gehen absolut nahtlos ineinander über, ohne deswegen aber auch nur den Hauch von Langeweile aufkommen zu lassen.

Ich geifert schon jedes Mal regelrecht nach dem nächsten Song, der mir aus meinem früheren Setup bekannt ist. Gleichzeitig fällt es mir aber auch schwer, den Skip-Button zu drücken, um mich vom gerade stattfindenden Hörerlebnis zu trennen.:)
 

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Wenn ich das richtig recherchiert habe haben die 5k und die 8k die selben HT. Und haben alle in der K Serie die HT verbaut?
Ganz genau. Deshalb sehe ich auch bei der Weiche keinen plausible Grund, warum da was anders drin sein sollte. Beide Modelle trennen bei 220 Hz und 3000 Hz. Wäre unser Wohnzimmer nicht so groß, hätte ich sicher sehr viel Geld sparen können. Aber Physik ist nun mal leider unbarmherzig :p
 
Ja gut scheint interessant für mich zu werden! Z04 Flucht
 
Hab vor einiger Zeit mal eine Canton K gehört,. Nicht die 5er aber die 8k. Zwar weit jenseits meiner finanziellen Erreichbarkeit, hat aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Normalerweise versuche ich ja immer einzuordnen, wie gut der Hochtöner ist, wie die Mitten klingen und wie der Bass rüber kommt. Hier habe ich das aber überhaupt nicht gemacht. Weil einfach nur alles genau so glaubhaft und real rübergekommen ist, wie man es eigentlich nur von einem echten Musikinstrument und einer echten Stimme her kennt. Wie das dann technisch gesehen alles zustande kommt, interessiert in dem Moment dann gar nicht mehr. Man schließt einfach nur noch die Augen und genießt. Und merkt einfach , dass da jemand etwas geschaffen hat, der seit vielen Jahrzehnten ganz tief in der Materie verwurzelt ist. Die DC- Technologie gegen das Mitschwingen der Weichenbauteile gibt es bei Canton ja ebenfalls schon seit ganz vielen Jahren.

Wenn man im heiß umkämpften Boxenmarkt einfach mal schaut, wie viele Firmen kommen und gehen.... oder ihr Geld gleichzeitig auch noch auf Nebenkriegsschauplätzen mit dem Verkauf von Receivern oder anderweitigem Gedöns verdienen (müssen), zeigt sich irgendwie auch, wer wie hinter dem steht, was er tut.
 
@soundrealist
du hat an Tag 3 die LS gar nicht mehr eingewinkelt, ist das Ergebnis so gut?
Stimmt. Aufgrund der Erfahrung mit den Bändchen der Orkan und dem spitzen Stereodreieck bin ich erst mal mit einer vergleichbaren Aufstellung an den Start gegangen. Bei der 5 k mit Kalotte klingt nach etwas Ausprobiererei in unserem Wohnzimmer uneingewinkelt aber seltsamerweise besser. Hängt sicher mit der geringeren Bündelung zusammen. In dieser Position bleibt die Sängerin/der Sänger sogar dann noch genau in der Mitte stehen, wenn ich den Kopf hin und her bewegen.
 
TAG 4/5
Nach inzwischen 40 Betriebsstunden (gestern und großteils auch heute in persönlicher Abwesenheit nur noch äußerst marginale Veränderungen im Basspegel, HT/MT keine Veränderungen mehr.

Die Position der letzten Aufstellung darf nun bleiben. Es sei denn Room Perfect würde nach der Einmessung zwecks "Senkenauffüllung" eine Position wieder näher an der Rückwand bevorzugen. Was ich mir aber nicht vorstellen kann, denn kurz bevor ich vor einiger Zeit mein AM2DC verkauft habe, hatte ich mit dessen Hilfe noch einmal letztmalig eine Sitzplatzmessung auf REW übertragen. Einmal komplett ohne und einmal mit sehr stark aufgedrehten Subwoofern, weil ich wissen wollte, wie stark sich diese Art von zusätzlichem Basspegel (bei mir) auswirkt. Ergebnis: genau wie bei einem "elektronischen Senkenfüllversuch" änderte sich an Auslöschungen fast gar nichts. Lediglich "seichte Dellen in Reihe" gelang es, überdie 0- db-Linie zu springen. Etwas anders sah es bei Verschiebungen nach links oder rechts. Dann verschoben sich viele Senken jedoch logischerweise auch zu anderen Frequenzen hin.

Weil Lyngdorf in der BDA dennoch eine möglichst Wand- bzw. ecknahe Aufstellung empfiehlt, selbst bei Boxen mit rückseitigem BR-Port, halte ich diese Option trotz dem noch im Hinterkopf. Aber nur widerwillig, denn damit w<rde ich ja auch wieder den Hörabstand erhöhen. Und zur Seite hin minimiert der Bass-Guide der 5k ja eh die Bass-Interaktion.

Nach jetztigem Stand der Dinge dürfte Room Perfekt bei uns eh nicht mehr all zu viel zu tun haben, als ein paar (dafür sehr ausgeprägte) Raummoden zu kastrieren.
 
Das hört sich ja bis hier her ganz gut an!

Was mir noch aufgefallen ist das Hifi-Regler bei der Beschreibung der Weiche eine andere Aussage macht als z.b. Canton und Schluderbacher.
Hier mal die Frequenzweiche der Extraklasse (In der Reference 1 K, der Reference 2 K und der Reference 5 K finden sich getrennte Frequenzweichen für den Hochtonbereich und den Tief-/Mitteltonbereich.)
Da schreibt Canton und Schluderbacher (Bei den Frequenzweichen der Reference 1 K und 3 K sind Tief-, Mittel- und Hochtonbereich diskret voneinander getrennt.)

Was ist da richtig ? Und wie sehr macht sich das zur 8k bemerkbar?

Und wie schlägt sie sich bei leisen Tönen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde sagen: im Zweifelsfall für den Angeklagten :-D
Der Hersteller dürfte sein Produkt ja am besten kennen. Und so wie ich es (ebenfalls) auf der HP von Canton sehe, ist die Weiche bei der 1er und 3er nochmals separiert. Vermutlich, weil dort der Bass-Schalldruck im Gehäuseinneren bereits schon so stark ausgeprägt ist, dass es ohne gesonderte Isolation schon gar nicht mehr funktioniert. Das sind ja schon Wahnsinnsbrummer, reichen sogar bis unter 20 Hz hinab.

Einige meiner Freunde haben übrigens 1A-Erfahrungen mit der Service-Telefonnummer von Canton gemacht. Weil das keine Hotline ist, sondern man dort auch als Endverbrauchet wirklich die echten Leute von Canton am Ohr hat, die sich wirklich super um alle Fragen kümmern, die man hat.

Würde dort mal nachfragen. Erspart das Aufschrauben der Box, um selbst nachzusehen :-D
 
Ja das ist natürlich richtig aber ich will im Vorfeld schon einige Fragen stellen, da es zu einem Kauf erst später kommen würde.
Ich interessiere mich für die 8k da die 5k für meinen Raum zu groß ist. Durch Zufall habe ich genau den Test aus Audio 9/2018 noch gehabt und da schneidet die 8k super ab und wird bei deutlich teureren LS gleich gesetzt. Natürlich muss ich noch Probehören aber alles zu seiner Zeit!
Mal sehen wie das mit soundrealist und seiner 5k endet! ;)
 
Ja das ist natürlich richtig aber ich will im Vorfeld schon einige Fragen stellen,
Das machst du genau richtig. Deshalb würde ich, wenn ich in deiner Situation wäre, auf jeden Fall zusätzlich auch mal bei Canton selber anrufen und alle Fragen zur Technik und deiner Hörraumsituation stellen. Klar, dass die dort sicher auch ihr eigenes Produkt verkaufen wollen, aber weil die ja (wenn auch zum Listenpreis) die Reference K-Serie sogar selbst ab Werk mit vollem Rückgaberecht anbieten, werden die sicher auch penibel darauf bedacht sein, gründlichst zu hinterfragen und absolut ehrlich Auskunft geben, um keine Rücknahme zu riskieren, weil die ja wiederum mit hohen Kosten für Canton verbunden ist. Fragen kostet ja nichts :-D Auf mehreren Beinen steht es sich immer am besten.
 
TAG 6

Sooooo..... die offizielle Einspielphase von 50 Stunden ist überschritten, lasse die 5k heute Abend aber trotz dem noch ein paar "Fitness-Übungen" machen, bevor es morgen ernst wird und Room Perfect die Frequenzsäge ansetzt. :D In Anbetracht der Wichtigkeit dieser Angelegenheit habe ich mir den kompletten Tag dafür freigehalten.

Aber nachdem sich im Endspurt der Einspielzeit nun tatsächlich noch einmal Veränderungen eingestellt haben, ist es nun an der Zeit für eine erste Zwischenbewertung, die vor allem für all diejenigen von Interesse sein könnte, die ohne zusätzliche elektronische Helferlein (DSP) auskommen wollen.

Doch zunächst möchte ich an dieser Stelle noch mal kurz auf etwas näher auf das eingehen, was sich bis hierher noch getan hat: In allererster Linie eine Harmonisierung der Pegel Proportionen zwischen HT/MT und Bass.
Um sicherzustellen, dass dieser Eindruck nicht lediglich auf "Klanggewöhnung an die Box" zurückzuführen ist, habe ich mich außerhalb der Abhöre auch in andere Räume begeben, in denen an Tag 1 noch keine Musik, dafür aber typisches Basswummern zu hören war. Das gehört nun komplett der Vergangenheit an, den nun spielen auch all die unteren Mitteltonbereiche mit, die durch das relativ dünne Mauerwerk der Raumwände physisch bedingt nicht blockiert werden. Ein untrügliches Zeichen dafür, wie viel Zeit die Sicken der vier massigen 20cm-Tieftöner tatsächlich benötigten, bis sie nun ihre optimale Geschmeidigkeit erreicht haben.

Wer die Bedienungsanleitung der Referenc K-Serie gelesen hat, wird sich nun möglicherweise fragen, warum dort lediglich von 15-bis 20 Stunden Einspielzeit die Rede ist. Meine Vermutung: Gemeint ist eine "Netto"-Einspielzeit, welche von einem konstanten mittleren Lautstärkepegel, gleichmäßiger Frequenzbelastung und ohne Unterbrechung ausgeht. In der Praxis ist das Musikmaterial aber unterschiedlich, zwischen den Titeln gibt es jeweils kurze Unterbrechungen, und auch die Lautstärke wird nicht immer die selbe sein, somit die vom Händler empfohlenen 50 Betriebsstunden sicher die bessere Orientierungsrichtlinie darstellt. Und zwischen den einzelnen Modellen dürfte es diesbezüglich vermutlich auch noch Unterschiede geben, denn bei einer 9k-Regalbox gilt es ja viel weniger Sicke zu massieren, als bei einer gefrierschrankgroßen 1k. Daher: mit 50 Stunden ist man in jedem Fall auf der sicheren Seite.

Zu relativieren gilt es in meinen Augen auch den Mindestabstand von 20 cm zur Rückwand. Bei der 5k halte ich diesen eindeutig für zu gering, zumindest bei mir wollte die Hessin mindestens 30 cm haben, um sich wohl zu fühlen, für die ihr gebotenen 48 cm ist sie um so dankbarer. Und auch bei dieser Angabe gilt es mit zu berücksichtigen, dass es sich bei den 20 cm um eine pauschale Aussage für sämtliche Reference-Modelle handelt, also auch hier im Extremfall nicht zwischen einer 9k und einer 1k differenziert wird. Daher wiederholt meine dringende Empfehlung - das gilt aber grundsätzlich für alle Fabrikate - sich unbedingt beim Hersteller modellindividuell ganz konkrete Empfehlungen für die geeignete Raumgröße geben zu lassen.

Was der Bass-Guide hingegen sehr gut beherrscht: die deutliche Reduzierung von Bassüberhöhungen, welche durch das nähere Heranrücken an Seitenwände entsteht. Ein nicht zu unterschätzender Mehrwert, denn genau dies erlaubt viel mehr Spielraum beim Auseinanderrücken der Boxen. Mein Stereodreieck konnte ich dadurch deutlich weiter spreizen, als vorher mit den Orkan 8. Obwohl diese deutlich kleinere Tieftöner haben.

Die sehr unangenehme Raummode in unserem Wohnzimmer ist leider noch immer nicht verschwunden, auch nicht nach der Einspielphase. Aber dafür können die 5k ja definitiv nichts und auch jede andere Box mit an die Hörraumgröße angepassten Tieftöner würden diese in gleichem Maße anregen. Andererseits: Das DSP im Verstärker soll ja nicht völlig sinnfrei werden Z04 Flucht

Alles in allem kann ich der 5k aus meiner persönlichen Perspektive heraus schon jetzt bescheinigen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit- unabhängig vom Kaufpreis - mit einer unfassbar hohen Ausgewogenheit und Souveränität aufzuspielen, die eher an einen sehr guten Studiomonitor, als an einen Hifi-Lautsprecher erinnert. Gleichzeitig sehr analythisch, ohne deswegen aber ins "kalte" zu kippen. Insbesondere sehr anspruchsvolle Titel, die Bassgewalt und subtilste Nuancen gleichzeitig in sich bergen, erfordern bei der Wiedergabe grobmotorische Dynamik und höchstes Einfühlungsvermögen gleichzeitig. Nur sehr wenige Lautsprecher sind in der Lage, diesen höchst schwierigen Spagat zu meistern, ohne ins Schlingern zu kommen.
Eine Box, die so etwas jederzeit ohne Abstriche in den Hörraum schmettern kann , kennt praktisch keinerlei Limits mehr. Und genau eine solche Box ist die Canton Reference 5k. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass sie Hifi-Geschichte schreiben wird. Mit einem Listenpreis von über 7000,- € ist sie alles andere als ein Billigheimer, für das gebotene Niveau dennoch sehr fair eingepreist.

Was die Aufstellung anbetrifft: Die Aussage, dass diese dank Wave-Guide nahezu keine Rolle mehr spielen soll, würde ich nicht unterschreiben wollen. Auch eine 5k verlangt nach Sorgsamkeit bei der Auswahl des idealen Standort. Aufgrund der sehr hohen Gutmütigkeit bei seitlichen Verschiebungen dürfte ein optimales Placement dennoch zumindest deutlich einfacher gelingen, als mit konventionellen Downfire-Konstruktionen oder gar Boxen mit ausschließlich rückseitigem Port. Ihren Meister in dieser Hinsicht dürfte die 5k vermutlich erst in einer komplett geschlossenen Vertreterin ihrer Gattung finden. Da diese aber nur im Nahbereich für den notwendigen Schub in den unteren Oktaven sorgen können, sind sie heutzutage allerdings kaum noch zu finden. Und sofern überhaupt, meist nur als Regalbox.

Abschließend vor dem morgigen Tag noch eine kleine Anekdote, die sich gestern Abend zugetragen und etwas entlarvt hat, was bei der Wahl neuer Lautsprecher nicht unbedingt jedem sofort bewusst ist: Der Einfluss der eigenen Körpergröße. Konkret: Ich bin 1,79m groß, sitze genau im Sweetspot zwischen Hochtöner und Mitteltöner. Meine Frau hingegen misst gerade einmal 1,64 m, sie wird in erster Linie von den Basstreibern "angeföhnt". Da eine niedrigere/kleinere Box bei uns aber nicht in Frage kommt, gibt es neben der Möglichkeit einer Sitzerhöhung aber auch noch eine andere Methode, um einen Kompromiss zu erwirken, mit dem beide leben können. Einige DSPs wie beispielsweise das in den Lyngdorf-Amps bieten die Möglichkeit, den Bass herzgenau einzustellen. Canton gibt bei der 5k eine Trennfrequenz von 220 Hz an. Wir haben spaßeshalber mal ausprobiert, was passiert, wenn wir die Eckfrequenz der Basseinstellung auf 200 Hz fixieren. Das Ergebnis war absolut verblüffend effizient: Wie erhofft, lässt sich auf diese Weise ausschließlich die Tieftoneinheit der 5k dimmen, bis zu einem Wert, mit dem wir beide leben können. Funktioniert natürlich auch mit jeder anderen Box, sofern man deren Trennfrequenzen kennt.
 
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Das mit der langen Einspielzeit wundert mich nicht wirklich. Alle Boxen von Canton haben mehrfach gefaltete Lautsprechersicken. Die sind breiter als üblich, weisen andere Verstrebungseigenschaften auf und müssen dann natürlich auch erst mal ganz anders durchgeknetet werden, bis sie ihre vorgesehenen Eigenschaften erreicht haben.

Die Canton Reference 5k scheint so wie du es beschreibst ein wirklich sehr neutral abgestimmter Lautsprecher zu sein Daumenhoch Gutes Gelingen heute beim Einmessen..
 
Canton verbaut Chassis mit "harter" Aufhängung und sind daher sehr belastbar.
Da meine Frage: können die auch bei leiser Lautstärke ihr volles Potential und Feinauflösung rüber bringen?
 
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