klangistzeitlos
Moderator
In den 70er- bis in die späten 80er Jahre waren sie in nahezu allen Hifi-Studios so etwas wie der "Vorführ-Standard": Jeton "Reference", Dire Straits "Brothers in Arms" und viele andere, an die wir uns noch immer gerne erinnern.
Nicht wenige audiophile Musikliebhaber setzt diese Werke auch heute noch ein. Hiervon ist allerdings dringend abzuraten. Warum? Weshalb sollen jahrelang bewährte und gesetzte Titel sich zum bewerten von Hifi-Equipment plötzlich nicht mehr eignen?
Der Grund hierfür liegt in den noch bis Ende 1980 verwendeten Studio-Lautsprechermonitoren beim Mastering, die sich an dem orientierten, was in den häuslichen Wohnungen stand.
Linearität war seinerzeit für Boxen noch ein Fremdwort. Die Hersteller wetteiferten vielmehr um den am "gefälligsten" Eigensound, der darüber auch noch versuchte, akustisch dem damals typischen Einrichtungsstil üblicher Wohnzimmer gerecht zu werden.
Tonstudioseitig resultierten aus dieser Situation heraus unterschiedliche Abhörmonitore , die eine Art Querschnitt möglichst vieler am Markt befindlicher Boxen repräsentieren sollten. Der typische Frequenzverlauf wies daher deutliche Anhebungen oder Absenkungen im Tiefton, Hochton und Mitteltonbereich auf. Ziel war es, dass der Mix sowohl auf einem Küchenradio, einem TV-Gerät, aber eben auch auf Hifi-Lautsprechern (meist mit "Badewannenfrequenzgang") möglichst ausgewogen klingen sollte.
Heutzutage gibt es zwar immer noch unlinear abgestimmte Produkte zu kaufen, leider auch im High-End-Bereich, aber die meisten Schallwandler sind inzwischen möglichst "ehrlich" abgestimmt. Was früher nur mit sehr hohem Entwicklungsaufwand möglich gewesen wäre.
Was bedeutet das alles nun in Bezug auf die angesprochenen Aufnahmen?
Stellen wir uns zunächst einmal die konkrete Aufnahmesituation von damals vor, wie sie bis in die sehr frühen 90er Jahren noch immer vorherrschte. Beispielsweise mit dem seinerzeit weit verbreiteten Studiomonitor JBL 4311, welcher Bässen und Höhen stark anhob.
Die tonschaffende Person am Equalizer drosselte diese beiden Frequenzbereiche während des Masterings nun deutlich, um einen polternden, dröhnenden und zischenden Sound zu vermeiden.
Das alles verträgt sich mit modernen, linear und ausgewogen aufspielenden Lautsprechern nur noch sehr bedingt. Denn all diese Absenkungen sind ja noch nach wie vor auf der Aufnahme vorhanden und wirken sich nun defizitär auf des Hörergebnis aus.
Wenn ein Hifi-Händler also dazu ermuntert, eigene Musik mitzubringen, ist unbedingt darauf zu achten, dass die entsprechenden Titel möglichst erst ab Ende 1990 produziert wurden, um auf der sicheren Seite zu sein.
Nicht wenige audiophile Musikliebhaber setzt diese Werke auch heute noch ein. Hiervon ist allerdings dringend abzuraten. Warum? Weshalb sollen jahrelang bewährte und gesetzte Titel sich zum bewerten von Hifi-Equipment plötzlich nicht mehr eignen?
Der Grund hierfür liegt in den noch bis Ende 1980 verwendeten Studio-Lautsprechermonitoren beim Mastering, die sich an dem orientierten, was in den häuslichen Wohnungen stand.
Linearität war seinerzeit für Boxen noch ein Fremdwort. Die Hersteller wetteiferten vielmehr um den am "gefälligsten" Eigensound, der darüber auch noch versuchte, akustisch dem damals typischen Einrichtungsstil üblicher Wohnzimmer gerecht zu werden.
Tonstudioseitig resultierten aus dieser Situation heraus unterschiedliche Abhörmonitore , die eine Art Querschnitt möglichst vieler am Markt befindlicher Boxen repräsentieren sollten. Der typische Frequenzverlauf wies daher deutliche Anhebungen oder Absenkungen im Tiefton, Hochton und Mitteltonbereich auf. Ziel war es, dass der Mix sowohl auf einem Küchenradio, einem TV-Gerät, aber eben auch auf Hifi-Lautsprechern (meist mit "Badewannenfrequenzgang") möglichst ausgewogen klingen sollte.
Heutzutage gibt es zwar immer noch unlinear abgestimmte Produkte zu kaufen, leider auch im High-End-Bereich, aber die meisten Schallwandler sind inzwischen möglichst "ehrlich" abgestimmt. Was früher nur mit sehr hohem Entwicklungsaufwand möglich gewesen wäre.
Was bedeutet das alles nun in Bezug auf die angesprochenen Aufnahmen?
Stellen wir uns zunächst einmal die konkrete Aufnahmesituation von damals vor, wie sie bis in die sehr frühen 90er Jahren noch immer vorherrschte. Beispielsweise mit dem seinerzeit weit verbreiteten Studiomonitor JBL 4311, welcher Bässen und Höhen stark anhob.
Die tonschaffende Person am Equalizer drosselte diese beiden Frequenzbereiche während des Masterings nun deutlich, um einen polternden, dröhnenden und zischenden Sound zu vermeiden.
Das alles verträgt sich mit modernen, linear und ausgewogen aufspielenden Lautsprechern nur noch sehr bedingt. Denn all diese Absenkungen sind ja noch nach wie vor auf der Aufnahme vorhanden und wirken sich nun defizitär auf des Hörergebnis aus.
Wenn ein Hifi-Händler also dazu ermuntert, eigene Musik mitzubringen, ist unbedingt darauf zu achten, dass die entsprechenden Titel möglichst erst ab Ende 1990 produziert wurden, um auf der sicheren Seite zu sein.