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Hallo zusammen!

Dennis

Active Member
Ich bin Dennis, 50 Jahre alt und beschäftige mich mit HiFi und (bezahlbaren) HighEnd seit ca 25 Jahre.
Bin immer offen für neue Techniken und reagiere allergisch auf HiFi Voodoo
Freue mich auf gepflegtem Austausch vom Wissen und Meinungen!
Moment höre ich meine Musik mit den Canton Reference 1.2dc, einem Rotel Michi X5 und als Zuspieler zu 90% den Bluesound Node 3. Generation via USB mit Tidal. Ansonsten selten Audio-DVD, Bluray und SACD über meinen Marantz Multiplayer. Radio wird auch Digital übertragen via Technisat Receiver, das ist aber noch nicht die Endlösung fürs Radio hören!

Momentan dient der Michi X5 auch als D/A Wandler für alle Geräte, bin aber offen für externe Wandler, wenn er besser klingt als der interne Michi Wandler.
 

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Hallo Dennis,

den Begriff "Vodoo" in Verbindung mit Hifi gibt es in Wirklichkeit ja auch gar nicht. Entstanden ist der mal vor langer Zeit in einem anderen Forum. Vordergründig, um die schwarzen Schafe der Branche anzuprangern, in Wirklichkeit aber, um Treibjagten gegen alles und jeden zu veranstalten, der nicht mit den Wölfen heulte und die Ansicht vertrat, Raumakustik sei der einzige Einflussfaktor.
Nicht nur in der "Königsdisziplin aller strittigen Themen" (= Architektur , Werkstoffe und physikalische Zusammenhänge bei Kabeln), sondern auch viel elementarere Dinge wie Verstärker, Signalverarbeitung etc... etc... Und ich muss gestehen, dass auch ich selbst sehr lange diesen einfach gestrickten, zunächst sehr plausibel klingenden Botschaften Glauben blind vertraut habe.

In der Tat gibt es natürlich gerade bei Hifi sehr viele Dinge, die auf Suggestion und untechnische Einflüsse zurückzuführen sind. Bis mir irgendwann mal klar wurde, dass die permanenten Forderungen von "Beweiserbringung" dort immer nur dann gestellt wurde, wenn es darum ging, etwas zu hören. Ohne zu realisieren, dass z.B. Suggestion auch genau in die entgegengesetzte Richtung funktioniert: Wer grundsätzlich keine Unterschiede hören will, wird unter Garantie auch keine hören, selbst wenn sie unbestreitbar vorhanden sind. Ein gutes Beispiel dafür sind Verstärker, wo die Konstruktion anerkanntermaßen ausschlaggebend ist.

Bitte nicht falsch verstehen: Auch ich halte nichts von blauen Raumaktivator-Lichtlein, oder Klangdreiecken, die man auf Boxenblenden kleben soll. Solche Dinge sind in der Tat reine Geldmacherei. Aber bereits bei Themen, wo wissenschaftliche Erkenntnisse noch immer Luft nach oben bereithalten und eben nicht zu Ende erforscht sind und daher strittig bleiben, sollte zumindest noch eine gewisse Ergebnisoffenheit Vorrang gegenüber einem Meinungsdiktat haben.

Genau das ist der Grund, warum ich persönlich mich hier im HuH angemeldet habe. In meinen Augen der einzige Ort, wo auch ein "ich bin mir nicht sicher, warum ich etwas höre oder nicht" legitim bleiben darf. Ohne dass gleich sofort darauf losgeknüppelt wird. Denn eine Sache ist und bleibt unbestritten: Physik, Gehör, die Mechanismen unseres Gehirns, technische Konstruktion und Raumakustik gehen bei Hifi Hand in Hand. Diese Dinge gegeneinander auszuspielen macht daher überhaupt keinen Sinn. Somit ist auch alles was sein könnte erst mal nicht mehr, aber auch nicht weniger als eine ungeprüfte Theorie, so lange keine harten unumstößlichen Fakten dies widerlegen. Und selbst die besten, wissenschaftlichen Erkenntnisse taugen nur dann etwas, solange sie nicht aus dem Zusammenhang herausgerissen werden. Eine Gefahr, die bei vielen selbsternannten Hobbyexperten leider nur all zu oft gegeben ist. "Schwarmwissen" gibt es nun einmal nicht. Lediglich fundiertes Wissen oder (hoffentlich differenzierte) Überlegungen einer User-Gemeinschaft.

Und selbst dann sollte nie etwas zwingend in Stein gemeisselt bleiben. Hier mal ein Beispiel, das zwar nichts mit Hifi zu tun hat, aber beweist, warum Ergebnisoffenheit so wichtig ist: Jahrelang ist man auf Basis der Angaben des Robert-Koch-Institutes davon ausgegangen, dass Legionellen sich am besten bei einer Wassertemperatur zwischen 42 und 50 Grad vermehren können. Hierauf basierend wurden in Heizungsanlagen Hygieneprogramme entwickelt und eingebaut , welche Legionellen mit höheren Temperaturen vernichten sollen. Nach dem Prinzip "abkochen". Man glaubte, alles hinreichend erforscht, dokumentiert und wissenschaftlich nachgewiesen zu haben. Nun aber fand eine gleichermaßen anerkannte Institution, nämlich das Helmholz-Institut, in umfangreichen Laboruntersuchungen heraus, dass die optimale Vermehrungstemperatur für Legionellen deutlich darüber liegt. Nämlich zwischen 50 und 60 Grad, möglicherweise sogar höher. Und hier sprechen wir über einen Bereich, der von der Wissenschaft mit absoluter Sicherheit deutlich gewissenhafter und gründlicher erforscht wird, als Hifi oder gar "Kabelklang". Insbesondere im letzteren Fall, wo mangels substantieller Notwendigkeit kein Unternehmen der Welt auch nur einen einzigen Cent in Forschung investiert wird.
Daher sollten spätestens dann sämtliche Alarmglocken angehen, wenn permanent mit Begriffen wie "zu Ende erforscht" jongliert wird . ;)

Sich selbst eine Meinung zu bilden ist immer schwieriger, als eine externe zu übernehmen. Aber genau hierin liegt der Schlüssel zum Spaß am Hobby. Und die Chance, dass User nicht nur in Form einer Rechthaberego-Befriedigung gegenseitig von einender profitieren können. Eine Einstellung, die hier auf dieser Plattform aktiv gelebt wird.

In diesem Sinne: Willkommen Im ForumWillkommen Im ForumWillkommen Im ForumWillkommen Im ForumWillkommen Im ForumWillkommen Im Forum
 
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Bitte nicht falsch verstehen: Auch ich halte nichts von blauen Raumaktivator-Lichtlein, oder Klangdreiecken, die man auf Boxenblenden kleben soll. Solche Dinge sind in der Tat reine Geldmacherei. Aber bereits bei Themen, wo wissenschaftliche Erkenntnisse noch immer Luft nach oben bereithalten und eben nicht zu Ende erforscht sind und daher strittig bleiben, sollte zumindest noch eine gewisse Ergebnisoffenheit Vorrang gegenüber einem Meinungsdiktat haben.
Genau solche Sachen meinte ich!
Bei Elektronik und Kabeln gibt es natürlich unterschiedliche Klangeigenschaften, die geübte Ohren auch klar erkennen können.
Bei Anschusskabel (230V) und Sicherungselemte für 1000€ aufwärts bin ich berufsbedingt auch raus (bin gelernter Energieelektroniker).
Habe gute Kabel und einen soliden Verteiler mit Überspannungsschutz und Filter für die Digitalen Geräte. Das alles aber nur wegen der Sicherheit und der besseren Optik!
Habe da schon viel ausprobiert und auch die teuersten Filter konnten bei mir keine Änderung des Klangs bewirken.

Aber jeder soll sein Geld ausgeben, wofür er mag! Wenn jemand 5000€ für 230V Anschlüsse ausgibt, dann ist er nicht dumm, sondern er kann es sich einfach leisten!
Oft werden ja auch Sachen abgelehnt oder verteufelt, weil sich der Kritiker das Zeug sich nicht leisten kann

Bin schon recht offen für viele Sachen, aber auch bei Abstandhalter für Lautsprecherkabel, damit sie nicht auf dem Boden liegen bin ich letztendlich raus.
Es gab schon wirklich kuriose Sachen, manchmal glaubt man wirklich, dass der HIGHEND Shop auch Isotheriker beliefert
 
Bei Anschusskabel (230V) und Sicherungselemte für 1000€ aufwärts bin ich berufsbedingt auch raus (bin gelernter Energieelektroniker).

Bin schon recht offen für viele Sachen, aber auch bei Abstandhalter für Lautsprecherkabel, damit sie nicht auf dem Boden liegen bin ich letztendlich raus.
Es gab schon wirklich kuriose Sachen, manchmal glaubt man wirklich, dass der HIGHEND Shop auch Isotheriker beliefert
Moin Dennis,

da bin ich ganz bei dir. Was die Abstandshalter anbelangt: Die könnten Sinn machen, wenn ein schlecht geschirmtes Kabel an einer Stromleitung vorbei läuft, um es da weg zu bekommen. Allerdings erfüllen schnöde Klebe-Clips für ein paar Cent diese Aufgabe unter Umständen mindestens genau so gut, wenn nicht sogar besser Z04 Flucht

Viel Spaß unter uns Süchtigen und Willkommen Im Forum
 
Herzlich Willkommen Im Forum , lieber Dennis
 
Bin immer offen für neue Techniken
Hallo Dennis,

dann dürfte dich ein Thema, das hier immer mal wieder durchs Forum geistert, sicher interessieren: PCM zu PWM. Genau genommen ist es zwar keine tatsächlich neue Erfindung (den ersten Verstärker dieser Art gab es schon Ende der Neunziger Jahre), aber die Technik wird von ein paar Herstellern inzwischen schon in einem Perfektionsgrad angeboten, der konventionellen Verstärkern deutlich überlegen ist.

Die Idee dabei: Die ursprüngliche Signalform einer digitalen Quelle so spät und so gering wie nur irgendwie möglich zu verändern. Hierbei werden keine DA-Wandler eingesetzt, sondern das Digitalsignal, was im Prinzip ja ein Schaltsignal ist erst ganz zum Schluss in ein anderes (dann analoges) Schaltsignal überführt. Spannende Sache.

Willkommen Im Forum
 
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