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Nubert nuPro A-500 vs. Dynaudio Contour 1.3

soundrealist

Well-Known Member
Da ist der Übergang fließend. Direkt an der Kontaktstelle ist der Einfluß der Bewegung am stärksten, je weiter hinten dann umso geringer. Kupfer bricht nicht wegen Versprödung, sondern weil dieses Material zwar weich und beweglich, jedoch nicht dauerelastisch ist. Versuch mal eine einzelne Litze aus einem Lautsprecherkabel rauszutrennen und biege diese jeweils eine Weile abwechselnd nach links und rechts. Nach einer gewissen Zeit bricht sie unweigerlich.
 

soundrealist

Well-Known Member
Evtl. könnte auch das hier noch von Interesse für dich sein:

Bei der Nubert beträgt die empfohlene Einwinkelung (je nach Hörabstand) ca. 20 Grad, sonst passt der Hochton nicht. (Siehe technische Daten)
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Die Dynaudio hingegen weißt bereits ab 1 kHz einen deutlichen Abfall im Hochtonbereich auf
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Somit erklärt sich auch, unabhängig von anderweitigen Faktoren, warum die Nubert im direkten Vergleich möglicherweise "spitz" erscheint: Sie ist es zwar nicht, gegen die recht "dumpf" abgestimmte Dynaudio erscheint das aber natürlich so. Insbesondere evtl. auch dann, wenn die Nubert unpassend eingewinkelt ist.
 

boxenschieber

Well-Known Member

Wenn dein Vergleich bei genau dieser Aufstellung erfolgt ist, hast du dich vermutlich ein wenig ins Boxhorn jagen lassen. Die Contour steht viel zu nah an der Seitenwand, so dass die Erstreflexionen viel zu früh kommen.
Was du dann hörst, ist nicht auf der Aufnahme und auch nicht die tatsächliche Dimension der Bühne, sondern das Resultat eines deutlich zu hohen indirekten Schallanteils. Gegenprobe: vergleiche n dieser Aufstellung mal eine Nachrichtensendung o.ä. Dann wirst du feststellen, dass der Sprecher in der Mitte zwischen den Boxen nicht mehr sauber umrissen ortbar ist, sondern diffus klingt.

Der Abstand zu den seitlichen Wänden sollte mindestens doppelt so groß sein, wie nach hinten. Notfalls lieber mit einem etwas spitzeren Stereodreieck arbeiten.

Wie groß ist dein Hörraum eigentlich? Ohne Korrektur eines geeigneten DSPs kann eine Standbox wie die Nubert in einem zu kleinen Raum schnell mal viel zu viele Raummoden produzieren, so dass ein Regallautsprecher dann tatsächlich mehr Sinn macht. Raummoden maskieren den Hoch-Mitteltonbereich und verhindern dadurch eine objektive Beurteilung der "Bühne"
 

BR690

New Member
Nein, das glaube ich nicht. Also zum einen hängt nur eine Box so dicht an der Wand, was aber nicht anders geht. Die linke Box hängt völlig frei. Der Raum ist ca. 30 qm groß.
IMG_20221021_203729.jpg
Die Nubert, die ja in etwa an der gleichen Position stehen, müssten dann ja auch die gleichen Probleme haben. Bzw. die Dynaudio haben ja kein Problem, die klingen ja sehr gut. Aber die Nubert klingen einfach in den Stimmen zu schwach, dünn und spitz. Da hilft daher auch der DSP nicht, weil die Höhen ja noch spitzer klingen, wenn ich die anhebe.

Gruß
Moritz
 

boxenschieber

Well-Known Member
Ah, okay, das konnte ich vorher nicht sehen. Dann würde ich aber, wenn es gar nicht anders geht, auf jeden Fall die Regalboxen dort hin setzen, wo jetzt die Nubert stehen, und der rechten Box an der Seitenwand einen Absorber gönnen.
Bereits schon einige Zentimeter Unterschied verändern das Hörresultat
Siehe hierzu Post 22 von Soundrealist und den Hinweis mit dem Einwinkeln im Link, bezogen auf ein gleichschenkliges Stereodreieck
 

BR690

New Member
Ja, die rechte Box schwenke ich für gewöhnlich auch noch etwas weiter nach links, das ist ja sehr einfach mit der Dynaudio Wandhalterung, nur steht da im Moment eben die Nubert. Aber wie gesagt, mit dem Klang der Dynaudio habe ich ja auch gar kein Problem
 

Jenny

Active Member
Bei Klang zwischen "Problem" und "kein Problem" zu differenzieren, halte ich persönlich für etwas problematisch. Bei uns im Laden erlebe ich immer wieder, wie Kunden etwas, das nach objektiven Maßstäben im Sinne von Originaltreue eigentlich schlechter ist, subjektiv schlichtweg trotzdem besser gefällt.

Das mit dem Absorber auf der rechten Seite wie von Boxenschieber vorgeschlagen würde ich aber trotz dem mal versuchen. Denn bei der linken Box hast du fast überhaupt keine seitlichen Erstreflexionen, bei der rechten hingegen extrem früh bzw. sofort. Was das mit der Wiedergabe macht kannst du testen, in dem du eine Mono-Aufnahme zuerst auf der linken und anschließend auf der rechten Box abspielst. Wirst den Eindruck haben, dass hier zwei völlig unterschiedliche Boxen am Werk sind.
 

BR690

New Member
Tja, so ist das mit den objektiven Maßstäben. Nach objektiven Maßstäben dürfte man auch keine Schallplatten hören, allein schon die Kanaltrennung und der Rauschabstand ist hundsmiserabel, ...
Aber die Diskussion sollten wir hier lieber nicht aufmachen
 

dsp-watcher

Active Member
Genau deshalb liebe ich dieses Forum so sehr: Leben und leben lassen, erlaubt ist was gefällt und jeder hat trotz dem die Möglichkeit für sich selbst zu entscheiden, welche Ideen und Vorschläge man für sich selbst übernehmen möchte. Friedlichste Co-Existenz zwischen Röhre, Digital-Amp, Schallplatte, Streaming, Kabeln und Raumakustik. Daumenhoch
Hach.... würden nur alle Völker dieser Welt im Offline-Leben ebenso miteinander umgehen. Z04 Herz Wir hätten ganz sicher eine ganze Reihe an Problemen weniger.
 
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