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XLR-Kabel anstelle von Chinch-Leitungen?

soundrealist

Well-Known Member
Da es beide Varianten in unterschiedlichen Qualitätsvarianten gibt, würde ich aufgrund der deutlich besseren Resistenz gegen Störsignale immer die symethrische Verbindung (XLR) vorziehen.
Vorausgesetzt halt, wie du ja schon völlig richtig gesagt hast, die Anschlüsse auch tatsächlich vorhanden sind.
 

Bass-Oldie

Händler/Hersteller
Hi,

XLR Stecker / Kabel sind aus einer ganzen Reihe von Gründen besser als eine Verkabelung mit Cinch-Steckern.
- Die Steckerausführung ist wesentlich stabiler
- Die Signalübertragung geschieht symmetrisch, was externe Störquellen wie Magnetfelder durch parallel laufen Stromkabel eliminiert
- Durch diese Störunempfindlichkeit können mit XLR längere Strecken verbunden werden
- Das Aus- bzw. Einstecken der Stecker erzeugt kein Plopp oder starke Brummgeräusche, da alle Kontakte zur gleichen Zeit Verbindung bekommen
- Die Stecker sind an den Geräten verriegelt und können nicht aus Versehen abgezogen werden
- Bei Erdungsproblemen / Brummschleifen kann der Massekontakt an einer Seite per Ground-Lift Schalter abgetrennt werden ohne dass es dabei zu einer Signalunterbrechung kommt
- Kabelbruch einer Ader macht aus der symmetrischen eine unsymmetrische Verbindung, überträgt aber immer noch das Signal.

PS: Cinch schreibt man nur mit einem H, das war der Name der amerikanischen Firma, die diesen Steckertyp aus Platzgründen zum Standard erhoben hat.
 

Der Holger

Active Member
Hi Soundrealist,
schau bitte mal hier nach:
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Auf den beiden Bildern ist oben die asymetrische (Cinch) Übertragung und weiter unten die symetrische (XLR) Übertragung beschrieben.
Ein Störsignal, das sich auf dem Übertragungsweg (Kabel) eingeschlichen hat, wird im Eingang des Zielgerätes durch einfache Addition (Summierverstärker) ausgelöscht.

Ein XLR - Ausgang / Eingang an einem Gerät hat auch einen erheblich höheren Signalpegel als bei Heimgeräten üblich am Cinch:
Verbindung, Stecker und Anschlüsse
unsymmetrisch, Cinch (RCA)
Pegel
-10dBv oder 0,316V
Impedanzen

Eingänge: 20 bis 50kΩ
Ausgänge: 1kΩ bis 5kΩ

symmetrisch, XLR oder Klinke
Pegel
Studiobereich: +4dbu oder 1,228V
Rundfunkbereich (ARD): +6dBu oder 1,55V
Impedanzen
Eingänge: 600Ω - 10kΩ (Eingangsübertrager), 20 bis 50 kΩ (elektronische Symmetrierung)

Allein durch den höheren Pegel des Signals fällt ein etwaiges Störsignal weniger auf, aber darauf kommt es ja nicht an.
Die Störungen haben wir ja schon durch die Symmetrie gekillt.
Der Eingangsverstärker kann einen geringeren Verstärkungsfaktor haben, rauscht deshalb weniger und kommt auch nicht so schnell ins Clipping (Aussteuerungsgrenze).

Wenn also der Sender und das empfangende Gerät einen solchen XLR - Anschluss besitzen, würde ich dies immer vorzuziehen.


@Bass-Oldie
Bei der Stabilität und dem Zug-und Knickschutz bin ich voll bei dir.
Auch das mit der Technik erstmal grössere Strecken verkabelt werden können.
Aber ;-) :
Das Ein- und Ausstecken hat in meiner Praxis schon öfter geknackt und geploppt. Nicht so extrem wie bei einem Cinch, aber nicht "kein Plopp".
Also beim Stecken immer die Lautstärke auf Null! Einen Hochtöner hat es schnell mal weggeknackt.

Bei Kabelbruch ist die Signalstärke halbiert und die Phantomspeisung, falls benutzt, weg. Also auf der Bühne, damit der Gig nicht ausfällt und wenn Du keine 48V Phantom brauchst > OK. Sonst > Tonne oder neu Löten.

Und ja, die Masse kappen. Alte Praktik, aber deshalb immer noch nicht gut, die Idee.
Tu das nicht. Bitte, niemals!

Eventuell hast Du kein Brummen mehr, dafür mit mehr Wahrscheinlichkeit die 48V auf dem Mikrofonkorb oder den Saiten der Klampfe.
Leider reichen die 48V DC Phantomspeisung für Menschen locker.
Mein Meister sagte: Schutzkleinspannung? 48V reichen für jeden Ochsen!

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Wenn es auf der Bühne brummt, geht man zum Lichttechniker oder Hauselektriker.
Zuhause heisst das Löten oder neues Kabel, je nach Fachwissen.


Bei uns hies es immer: Licht brummt, Sound stinkt (wenn mal wieder ein Amp abgeraucht ist) ;-)


Man liest sich
Der Holger
 

Der Holger

Active Member
Ich bin ganz bei Dir, ausser bei der Masse. Die Phantomspeisung wollte ich nur erwähnen, weil sie in der Bühnen/Studiotechnik viel benutzt wird.
Wie bei Kondensatormikrofonen oder DI-Boxen.
800px-P48a.png
Wenn Du hier die Masse wegnimmst hast Du 48V zwischen dem aktiven Teil des Gerätes und dem Gehäuse, das ja auch an Minus hängt.
Falls Du mit den Füssen geerdet bist, stellst Du für den Strom die Masse dar.
Wenn zwischen dem + und dem - Symbol auf diesem Bild getrennt wird, überbrückst Du eventuell mit deinem Körper diese Trennstelle, zB Tonabnehmer der Gitarre (+) und Saiten(-).
Ich mag beide Varianten nicht.
Wenn bei den Bands, die ich betreute, was gebrummt hat, war immer irgendetwas kaputt. Eine kalte Lötstelle, Kabelbruch ...
Ein Groundlift ist für mich ... ich weiss nicht ... nicht gut durchdacht.
Das Dumme daran ist doch, das ein Mikrofon oder eine Gitarre keine eigene Masse besitzt. Die kommt durch die Verbindung des Kabels.
(Keine Klampfe hängt am SchuKo-Stecker).
Wenn Du einen Pre-Amp mit einer Endstufe verbindest, bei denen beide Geräte einen eigenen Stecker in der Wand haben, kann eine gemeinsame Masse sogar
ungewünscht sein. Da mag ein Groundlift wirklich gut sein.


Man liest sich
Der Holger
 

Bass-Oldie

Händler/Hersteller
Danke für die Erklärung. Wie gesagt, mit Bühne habe ich zuwenig Kontakt um dies einschätzen zu können.

Und ja, lt. Dirk kann man seine Posts nur binnen 10 Minuten editieren. Hat mich auch gewundert.
 

Bass-Oldie

Händler/Hersteller
Hi Level91,
OK, dann warte ich mit der Antwort bis Dirk den Beitrag verschoben hat.
 

Bass-Oldie

Händler/Hersteller
Hi Level 91...
nimm doch einfach deinen obigen Beitrag per Cut&Paste in den anderen Thread rein, dann kann er hier irgendwann gelöscht werden.
Dirk hat wohl gerade anderes zu tun als den zu verschieben...
 
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