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Der "was spielt zur Zeit in meinem Player?"- Thread

Anbeck

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Johnny Cash - Easy Rider The Best of the Mercury (2020)

Genre: Country

1986, nach fast 30 Jahren bei Columbia Records, veröffentlichte die Country-Musik-Legende Johnny Cash sein erstes Album bei Mercury Records - Class Of '55, in Zusammenarbeit mit den ehemaligen Sun Records-Kollegen Roy Orbison, Jerry Lee Lewis und Carl Perkins. Sieben Jahre später sollte seine letzte Aufnahme, bevor er bei Rick Rubins American Recordings unterzeichnete, eine weitere Zusammenarbeit, "The Wanderer", mit U2 sein.

In den Jahren, die sich über diese Aufnahmen erstreckten, veröffentlichte Johnny Cash insgesamt sechs Alben bei Mercury Records. Die Höhepunkte dieser Veröffentlichungen werden hier auf der brandneuen Compilation Easy Rider vorgestellt: "The Best Of The Mercury Recordings".

Die 24 Tracks, die jetzt zum allerersten Mal unter Verwendung der originalen Mercury-Masterbänder neu remastert wurden, enthalten Cashs aktualisierte Interpretationen der Klassiker "Get Rhythm" und "Tennessee Flat Top Box", die seltene B-Seite "Veteran's Day", Elvis Costellos "The Big Light" und seine Zusammenarbeit mit U2, "The Wanderer".

Mit den brandneuen Liner Notes des Musikautors Scott Schinder stellt Easy Rider die allererste Sammlung von Johnny Cashs Mercury Records-Aufnahmen dar.

"Easy Rider: The Best Of The Mercury Recordings" wird als CD und 2LP erhältlich sein.

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Anbeck

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Ronnie Baker Brooks - Times Have Changed (2017)

Genre: Blues

Ronnie Baker Brooks veröffentlicht sein erstes Album nach zehn Jahren bei Provogue/Mascot Label Group!

Sein feuriges Gitarrenspiel und sein gefühlvoller Gesang machen Ronnie Baker Brooks zum Fackelträger der urbanen Blues-Tradition. Am 20. Januar 2017 veröffentlicht er sein viertes Album "Times Have Changed" auf Provogue Records. Als Sohn der Blues-Größe Lonnie Brooks wurde Ronnie schon in jungen Jahren Zeuge der Chicagoer Blues-Szene zu ihrer Glanzzeit. "Ich bin mit den Besten der Besten aufgewachsen", erinnert er sich. "Jedes Mal, wenn ich spiele, erinnere ich mich an die Authentizität und Leidenschaft, die ich in den Augen dieser Jungs wie Buddy Guy, Muddy Waters, B. B. King und meinem Vater sah. Aber ich bringe auch mich selber ein. Keiner von denen wiederholte, was vor ihnen kam." Anfang 2013 unternahm Ronnie Baker Brooks einen riesigen kreativen Schritt vorwärts in seiner Karriere, als er sich entschloss sein neues Album "Times Have Changed" in den Royal Studios in Memphis aufzunehmen. Gemeinsam mit Produzent Steve Jordan (Eric Clapton, Keith Richards, John Mayer, Robert Cray) nahm er Songs mit den berühmten Memphis Horns auf. Als Gäste kamen musikalische Freunde wie Angie Stone, Al Kapone und Big Head Todd.

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Anbeck

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Stoney LaRue - Us Time (2015)

Genre: Folk, World, & Country

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Anbeck

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Shelby Lynne - Shelby Lynne (2020)

Genre; Folk, World, & Country

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Anbeck

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Alison Krauss & Union Station - Lonely Runs Both Ways (2004)

Genre:
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Stil:
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Wer diese Stimme beschrieben möchte, sollte vielleicht vorher Rilke oder E.T.A. Hoffmann oder einen anderen großen Romantiker lesen und sich von blumigen Methaphern inspirieren lassen. Zutage kommt dann vielleicht so etwas wie: "Eine Stimme wie eine Schneeflocke an einer zugefrorenen Glasscheibe -- zart, zerbrechlich, perfekt, von kristalliner Schönheit." Oder: "Ein Gesang, so anmutig wie das Flügelflattern eines Schmetterlings." Oder: "Eine Stimme, so rein, so klar, so kraftvoll wie ein Gebirgsbach." Und so weiter ...

Wer meint, das sei zu dick aufgetragen hat vermutlich noch nicht Bekanntschaft mit der Sangeskunst der 32-jährigen, aus Dectur, Illinois stammenden Sängerin und Geigenspielerin gemacht. Für einen Musikfreund allemal ein grobes Versäumnis -- das sich allerdings schnell beheben lässt. Am besten mit ihrem neuen Album Lonely Runs Both Ways. In 15 Titeln läuft die genauso bewunderte wie preisgekrönte Königin des modernen Bluegrass (17 Grammys! Wer bietet mehr?) zusammen mit ihren großartigen akustischen Begleitern von "Union Station" wieder zu Höchstform auf. Erneut gelingt ihr wunderbar die Verschmelzung von Bluegrass-Roots, Woodstock-Feeling und Folk. Wer sich das Konzentrat der wirklich besten Momente von Dolly Parton, Joan Baez und Stevie Nicks vorstellen kann, bekommt eine Ahnung von dieser Stimme und Musik.

Lonely Runs Both Ways ist deshalb weit mehr als "nur" eine weitere erstklassige CD. In der feierlichen Inszenierung und der behutsamen Zusammenstellung an neuen Songs und Coverversionen (u.a. Gillan Welch und Woody Guthrie) erinnert dieses Album an ein, nun, spirituelles Ereignis. Zumindest an ein Mystisches. Wie eine gute Fee aus den Bergen der Smokey Mountains in Tennesse -- der Wiege des Bluegrass -- erscheint sie einem, wenn sie ihre glockenklare Stimme erklingen lässt. Wer hier nicht die Ohren tüchtig spitzt und -- egal was er gerade macht -- inne hält, sollte sich schleunigst von Onkel-Doktor auf akute Gefühlskälte untersuchen lassen. Vermutlich aber muss sich ein, durch Plastik- und Retorten-Pop kontaminiertes Ohr erst an diese ungewohnt intimen, ausschließlich von Stimmen und akustischen Instrumenten produzierten Töne gewöhnen. Spätestens bei Titel Nummer sechs, dem berührenden Liebeslied "Wouldnt Be So Bad", sollte der akustische Akklimatisierungs-Prozess allerdings erfolgreich abgeschlossen sein und sich die typische Alison Krauss-Hörer-Reaktion einstellen: Augen schließen, träumen, in eine andere Welt entschweben -- Kino für die Ohren. Unterbrochen wird der sanfte Trip stets dann, wenn sich Gitarrist Dan Tyminski das Mikro schnappt, um in Titeln wie "Rain Please Go Away" oder "Pastures Of Plenty" erdigere, rustikalere Töne anzuschlagen. Auch das macht richtig Laune. Und schürt dazu die Vorfreude, auf den nächsten von Alisson Krauss so wundervoll gesungenen Song. Fazit: Unschlagbar! Von zehn Punkten elf! Der nächste Grammy ist ihr sicher! -- Gunther Matejka

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Anbeck

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Gary Moore - How Blue Can You Get (2021)

Genre:
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Diesen Monat jährt sich der tragische Tod des nordirischen Musikers bereits zum zehnten Mal. Er hinterließ einen unglaublich beeindruckenden Backkatalog. Dazu zählen Soloalben wie "Still Got The Blues" (1990), "Blues for Greeny" (1995) oder sein erster Nummer Eins Erfolg "Wild Frontier" (1987), aber auch als Bandmitglied von Thin Lizzy, Skid Row und Colosseum II, hinterließ Moore ein Vermächtnis, das nur von wenigen anderen übertroffen wird. Tief in den Archiven der Moore-Familie sind einige bisher ungehörte und unveröffentlichte Deep Cuts und Alternative Versionen aufgetaucht. Diese unterstreichen eindrucksvoll, das Gary Moore einer der besten modernen Vertreter des Blues war. Mit "In My Dreams" bietet "How Blue Can You Get" uns sogar einen lupenreine BluesBallade, die sich auch auf dem Mega Erfolgs-Album "Still Got The Blues" hätte befinden können. "How Blue Can You Get" ist für jeden Fan ein absolutes 'Must have'!

Erstlauschung!
 

Anbeck

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Morcheeba - Big Calm.jpg

Morcheeba - Big Calm (1998)

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Nun sollte man Covertexten nicht völlig unvoreingenommen trauen. Aber Morcheeba übertreiben höchstens ein bißchen, wenn sie im Booklet ihrer Platte Big Calm von der "perfect, jazz-flavoured voice" ihrer Sängerin Skye Edwards sprechen. Tatsächlich kann man sich zu dem TripHop-Sound der drei Engländer kaum eine perfektere Stimme vorstellen, als die der jungen Jazz-Sängerin. Aber paßt das denn zusammen? TripHop und Jazz? Jep, es paßt. Ganz entsprechend dem Albumtitel ist Big Calm eine wunderbar ruhige Angelegenheit, mit fast zärtlichen Harmonien ("Blindfold", das dubbed-out "Friction") und einem grandiosen dritten Stück, "Part Of The Process", das absolut sommerhit-verdächtig ist. Und zwar für jeden Sommer der kommenden tausend Jahre. Big Calm ist ziemlich clever arrangiert, garniert mit allerlei feinen Überraschungen aus den Sound-Computern dieser Welt ("Ohne irgendwelche Werkseinstellungen belassen zu haben!", lobt sich Ross Godfrey selbst). Alles in allem klingen Morcheeba nach Bristol-Sound, nach Massive Attack und nach Portishead -- vielleicht nicht ganz so cool, aber dafür auch nicht ganz so wichtig. Garantiert ist die Band mit einem breiten Grinsen aus dem Studio gelaufen, und hey! Wer Big Calm hört, weiß warum. --Michael Ebert

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Anbeck

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Alanis Morissette - Such Pretty Forks In The Road (2020)

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Such pretty forks in the road: Hübschen Weggabelungen ist Alanis Morissette in den letzten 25 Jahren vermutlich so einigen begegnet. So lange ist es her, dass die kanadisch-US-amerikanische Sängerin mit „Jagged Little Pill“ eines der meistverkauften Alben der Neunziger Jahre veröffentlichte. Kraftvolle und einfühlsame Songs machten die Newcomerin damals zu einer der einflussreichsten zeitgenössischen Musikerinnen. Seit ihrem letzten Album sind acht Jahre vergangen, in denen sich die Dreifachmutter vor allem ihrer Familie gewidmet hat. Jetzt präsentiert Alanis Morissette mit „Such pretty forks in the road“ ihr neuntes Studioalbum. Mit ihrer unverkennbaren Stimme und entwaffnender Offenheit packt sie das in ihre Songs, was ihre Fans seit Beginn ihrer Karriere mitreißt: 100% Alanis.

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Anbeck

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B.B. King & Eric Clapton - Riding With The King.jpg

B.B. King Eric Clapton - Riding With The King (2000)

Genre: Rock
Stil:
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Dass der letzte King des Blues in Eric Clapton einen großen Fan hat, freut B.B., wie er in seiner Autobiografie
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mitteilte, außerordentlich. Und es stimmt. Mit 20 hatte Clapton bereits seine Vorbilder Freddie, Albert und B.B. King eifrig studiert, traf in den Sixties zum ersten Mal auf den Oberkünstler der Blues-Eleganz und seitdem sind die Zwei einander oft genug begegnet.

Ihr erstes gemeinsames Album lässt zwar vom Titel her dem 20 Jahre älteren B.B. den Vortritt, aber es ist wirklich eine Kooperation, kein Kniefall Claptons vor der lebenden Legende. Aus Kings Repertoire kommen schöne Wiederaufarbeitungen alter Hits, Clapton steuert seine ewigen Favoriten bei wie "Key To The Highway" oder "Worried Life Blues" und ein paar neue Songs und Coverversionen ergänzen das Werk. Großartige Momente: B.B.s "Ten Long Years" rettet den Sound der 50er ins Jahr 2000, die Luft ist so blau wie in einer Rauch geschwängerten Kneipe, im Hintergrund winselt Jimmie Vaughans schräger Slide. Voller Seele auch "Help The Poor", noch so ein berühmter Song von King, bei dem die Gitarre ins Schluchzen gerät aber seine Stimme das Kommando hält. Die beiden Meister spielen aufeinander zu, sogar die Gesangseinlagen ergänzen einander, auch wenn es den Puristen befremden mag, dass B.B. mal seinen Eric dominieren lässt.

Schwachpunkte: das schrammelige "Key To The Highway" verläuft als Spielstraße Tempo 30 ohne Schmackes, "I Wanna Be" ist völlig überladen und wäre mit weniger Stoff mehr Soul geworden. Dafür gelingt der Rest des Treffs der beiden Blues-Helden weniger larmoyant. --Uli Lemke

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Anbeck

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Bob Seger & The Silver Bullet Band - Ultimate Hits: Rock and Roll Never Forgets (2012)

Genre: Rock
Stil: Classic Rock

Bob Seger veröffentlicht am 17. Februar 2012 sein neues 2CD Best Of Album mit dem Titel Ultimate Greatest Hits: Rock And Roll Never Forgets !

Unter den 26 Greatest Hits, die sich auf zwei CDs verteilen, finden sich auch zwei neue Titel: Hey Hey Going Back To Birmingham ist eine Seger-Interpretation einer Little Richard B-Seite, die bereits von Legenden, wie den Beatles und Ten Years After interpretiert wurde. Der Song wurde bereits vor einigen Jahren von Seger aufgenommen, jedoch bisher nie veröffentlicht. Downtown Train stammt im Original von Tom Waits und wurde bereits 1989 von Bob Seger neu aufgenommen. Die Single fand jedoch nie ihren Weg in die Öffentlichkeit, da Rod Stewart den Titel ebenfalls coverte und Seger mit seiner Veröffentlichung zuvorkam. Bob Seger nahm Downtown Train dieses Jahr im Rahmen seines für 2012 geplanten, neuen Studioalbums komplett neu auf. Der Song wird also Bestandteil der Ultimate Hits und seines neuen Albums sein.

Bob Seger & The Silver Bullet Band haben mittlerweile über 51 Millionen Alben verkauft und nennen 12 Platin- und 7 Multiplatin-Auszeichnungen allein in den USA ihr Eigen. Mit seinem letzten Best Of Album Greatest Hits , das in den USA bis heute 9 Millionen Mal verkauft wurde, hält Bob Seger den Rekord für das bestverkaufte Katalogalbum in der Dekade zwischen 2000 und 2010. Es war insgesamt 16 Jahre lang ununterbrochen in den Billboard Top 200 und Billboard Catalog Album Charts platziert und schlägt damit sogar Michael Jackson, Pink Floyd und die Beatles.

Bob Seger & The Silver Bullet Band haben gerade für ihre laufende US-Tournee weitere Konzerte angekündigt: Unter anderem spielen sie demnächst im frisch renovierten Madison Square Garden, auf dem Campus der Eastern Michigan University, im Mohegan Sun Casino in Connecticut sowie im Orlando Calling. Letztgenannte Show ist zugleich ihr erstes Stadionkonzert seit langer Zeit. Weitere Konzerte sind auf der Homepage unter bobseger.com/tour zu finden.

Bob Seger ist unbestritten einer der, wenn nicht sogar der größte Rock-Musiker des Planeten. Nun erfreut er die Musikwelt und seine Fans endlich mit einer aktuellen, erstklassigen Hit-Sammlung, die obendrein auch noch brandneue und unveröffentlichte Songs enthält.

ROCK AND ROLL NEVER FORGETS!

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Anbeck

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Tach bei mir läuft

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Marc Cohn - Burning the Daze (1998)

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CD des Monats Sein Welthit "Walking In Memphis" brachte Marc Cohn 1991 zwar einen Grammy als "Best New Artist", ansonsten aber eher wenig Glück. Sein zweites Album "The Rainy Season" (1993) erwies sich als - relativer - Flop, danach stürzte er in tiefe private Turbulenzen. So wird dieses dritte Album für den nach vierjähriger Pause in vielerlei Hinsicht "runderneuerten" Amerikaner fast zu einem zweiten Debüt. Auf "Burning The Daze " rückt sein vormals prägnantes Pianospiel zugunsten einer saitenlastigeren Instrumentierung etwas in den Hintergrund. Das Bild bestimmen Cohns rauher Gesang, darum gruppierte Folkrock-Gitarren und balladeske, bisweilen bluesige Stimmungen, zusätzliche Klangfaben malen Mundharmonika oder soulige Bläser. Damit liegt Cohn auf halbem Wege zwischen lupenreinen Singer/Songwritern wie Martyn Joseph und auch in Pop- und Blues-Genres bewanderten Kollegen wie Eric Clapton oder Robbie Robertson. Und wirkt seine Sammlung höchst privater Skizzen und Notizen anfangs ein wenig unscheinbar, so entwickelt sie bei konzentrietem Zuhören rasch beträchtlichen Reiz. Vor allem die Intimität des Vortrages schlägt in den Bann. In "Ellis Island" zum Beispiel, in dem Cohn die auf der gleichnamigen Einwanderungsinsel beginnenden Schicksale von US-Immigranten unter die Haut gehend thematisiert. Thema vieler Lieder ist das Zurückgeworfensein auf sich selbst, und ab und an gestattet sich der "Piano Man" aus Cleveland auch in diesen dunklen Gefilden hoffnungsvolle, optimistische Ansichten. Die melancholische Atmosphäre und manch bitterer Text aber signalisieren: Es scheint eine Hoffnung wider besseres Wissen zu sein.

© Stereoplay -- Stereoplay

Der Piano-Mann mit der rauh-melancholischen Stimme ist wieder da. 1991 sang er "Walking in Memphis", nun klopft der Singer/Songwriter aus Ohio, den Carly Simon entdeckte, mit elf neuen Songs im Gepäck an. Daß er dazugelernt hat, beweisen lockere Stücke wie etwa die Single "Already Home", aber auch schmachten wie früher kann Mister Cohn noch, Beispiel: "Healing Hands". Anklänge an Paul Simon, Tom Petty ("Providence") oder Neil Young lanciert er geschickt - eine wirklich schöne Scheibe. ** Musik: 03-04

© Audio -- Audio

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Anbeck

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Armatrading, Joan - Into the blues (2007)

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Mit ihrem brandneuen Studioalbum - ihr erstes seit 4 Jahren - hat sich die gefeierte Sängerin einen Traum erfüllt: Ihr erstes Blues-Album! Man mag kaum glauben, dass die auf der karibischen Insel St. Kitts geborene und in Birmingham aufgewachsene Künstlerin Autodidaktin in Sachen Gitarre, Klavier und Komposition ist so überzeugend ist ihr handwerkliches Können und ihre Fähigkeit, Gefühle in Musik zu fassen. Mit Hits wie "Love And Affection" oder "Drop The Pilot" eroberte Armatrading Anfang der 1980er auch das deutsche Publikum. Unvergessen ihr Auftritt beim ARD-Rockpalast-Festival, wo sie ein Millionenpublikum vor dem TV und 8.000 Begeisterte in der ausverkauften Grugahalle in Essen von ihren musikalischen Qualitäten überzeugte und deutlich machte, dass man auch ohne Starallüren und Glamour Attitüden zu den ganz großen Künstlern zählen kann. Auf ihrem brandneuen Studioalbum hat Armatrading außer Schlagzeug und Percussion fast alle Instrumente selber eingespielt, wobei sie vor allem mit ihrer gefühlvollen Bluesgitarre zahlreiche Akzente setzt. Zusammen mit ihrem langjährigen Kollaborateur Graham Dickson (der u. a. bei Alben von Elton John, Alison Moyet, Curtis Mayfield und Waterboys am Mischpult saß) hat Armatrading eine Produktion hinbekommen, die warm, menschlich und zugleich zeitgemäß klingt. Welcome back Joan Armatrading!

Oberflächlich betrachtet ist Into the Blues tatsächlich ein Bluesalbum. Vor allen Dingen ist es aber ein Album von Joan Armatrading, die sich nun einmal nur an Bluesschemata und ähnliche Konventionen hält, wenn sie gerade Lust dazu hat. Liza kombiniert den Groove von Mannish Boy mit der Geschichte einer Beziehung über soziale Grenzen hinweg, in There Ain't a Girl Alive (Who Likes to Look in the Mirror Like You Do) wird gegen eine Rivalin gestichelt, Play the Blues mit seinem attraktiven, modernen Soul-Groove ist ein vertonter Striptease, und mit Mama Papa, dem besten und funkigsten Stück des Albums, fasst Joan Armatrading Erinnerungen an ihre Jugend auf der Karibikinsel St. Kitts in Zeilen, die nichts als die ungeschönte Wahrheit enthalten: Seven people in one room/No heat/One wage/And bills to pay. Mit ihrer Bluesgitarrentechnik macht Joan Armatrading Robert Cray ernsthaft Konkurrenz, besonders in dem überlangen Somethings Gotta Blow, das den Abschluss des gitarrenbetonten Albums bildet. Doch so furios ihr Gitarrenspiel auch sein kann--meist sind ihre Bluesriffs sparsam und prägant, und die Phrasen werden voneinander abgesetzt, sodass jede ihre Wirkung entfalten kann. Entsprechendes gilt nicht für einen Großteil der Produktion, denn Joan Armatrading hat immer noch eine Vorliebe für Effektschnickschnack: So ist der Gesang doppelt und dreifach übereinander aufgenommen und dazu mit reichlich Hall versehen; die Synthiteppiche und verzerrten Sounds wirken eher bombastisch als passend. Into the Blues kommt zwar nicht an die besten Alben von Joan Armatrading heran, hat aber dennoch Substanz und eine erdige Message. --Roy Kasten

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